Train Fever gehörte zu den beliebtesten und besten Wirtschaftssimulationen auf dem Markt. Nun wurde der Nachfolger, Transport Fever, veröffentlicht. Doch kann der Nachfolger nochmals Train Fever toppen? Wir haben die Wirtschaftssimulation detailliert getestet!

Transport Fever ist eine noch komplexere Simulation als der Vorgänger. Es gibt sehr viele vielfältige Fahrzeuge mit einer sehr schönen Umsetzung. Neben Zügen gibt es noch Lkws, Schiffe, Busse, Flugzeuge, Straßenbahnen und Lastwagen. Aufgrund der hohen Komplexität des Spiels benötigen Einsteiger etwas Zeit, um die ganzen Mechaniken zu durchblicken. Das Gütersystem ist sehr umfangreich, da es viele verschiedene Industriezweige gibt, die alle verschiedene Güter benötigen. Der Gleisbau wurde im Spiel sehr realistisch gestaltet. Dem Spieler stehen viele Fahrwegelemente wie Schienenkreuze, Doppelweichen und sogar auch Abzweigungen in Tunneln bereit. Während die Industrie im Spiel schön umgesetzt wurde, ist die Landschaft hingegen etwas kahl und eintönig. Viele Details werden vermisst, wie mehr Bäume, Texturen oder andere Gegenstände.

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Die Produktionsketten sind zum einen sehr lang, zum anderen aber auch sehr realistisch – vom Acker bis hin zum fertigen Verkauf von Lebensmitteln ist es ein weiter weg. Beispielsweise muss das Getreide vom Bauernhof bis zur Lebenmittelfabrik transportiert werden. Anschließend müssen die fertig verarbeiteten Lebensmittel zu den einzelnen Städten geliefert werden. Zusätzliche herausfordernde Missionen, die sehr geschichtsträchtig sind, bringen reichlich Abwechslung in das Spiel. Die Soundkulisse der sehr großen Karte ist sehr lebensnah.

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Die Grafik des Spiels ist sehr schön, aber ähnelt sehr dem Vorgänger. Hier und da gibt es einige Grafikverbesserungen. Die Steuerung ist anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, woran man sich aber nach einiger Zeit schnell dran gewöhnt. Das Linienmanagement ist sehr einfach gehalten. Ebenfalls ist auch das HUD schön gestaltet und vor allem auch sehr übersichtlich, sodass sich Neueinsteiger sehr schnell zurechtfinden. Die Zeit im Spiel vergeht viel zu schnell, sodass einem finanzielle Mittel fehlen, um kürzlich neu erschienene Transportmittel zu kaufen. Auffällig sind die lebendigen Städte im Spiel. Aber es gibt auch noch anstehende Verbesserungen. Beispielweise gibt es an Kreuzungen gibt es keine Ampeln; die Fahrzeuge fahren über die Kreuzung, wie sie Lust und Laune haben. Dadurch kommt es unter anderem zu Behinderungen des Schienenverkehrs. Schiffe fahren gerne mal durch verschiedene Objekte, wie andere Schiffe oder Gegenstände, durch. Was es im Train Fever nicht gab, sind alternde Transportmittel – dies war eine sehr schöne Idee der Entwickler.

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Die Flugzeuge sind keine schlechte Idee gewesen, jedoch können mit ihnen nur Passagiere befördert werden. Frachttransporte mithilfe von Flugzeugen sucht man vergeblich. Bei Zügen gibt es eine Ego-Perspektive, die Sicht des Lokführers bringt. Bisher stauen sich Lkws an Laderampen, da viele dieselbe Laderampe benutzen wollen. Es ist nicht selbstverständlich, dass Spiele Mod-fähig gemacht werden, doch Mods werden im Transport Fever unterstützt. Es gibt bereits jetzt schon, einige Wochen nachdem das Spiel veröffentlicht wurde, zahlreiche zur Verfügung stehende Mods, sogar auch im Steam Workshop.

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Die Performance ist sehr ausgeglichen. Während an einigen Stellen eine hohe Framerate erzielt wird, gibt es an einigen Stellen ab und an Performanceeinbrüche. Dies ist abhängig, wie viel verbaut wurde und auf dem Bildschirm zu sehen ist.

 

Pro & Kontra 

Pro 

  • Komplexe Wirtschaftssimulation
  • Gute Grafik
  • Viele, schön gestaltete Transportmittel
  • Mod-fähig
  • Umfangreiches Gütersystem
  • Große Karte
  • Realistischer Gleisbau
  • Schöne Umsetzung der Industrie
  • Schöne Soundkulisse
  • Lebendige Städte
  • Transportmittel altern
  • Umfangreiche Produktionsketten
  • Geschichtsträchtige, herausfordernde Missionen

Kontra

  • Einsteiger benötigen Zeit wg. Komplexität
  • Flugzeuge können nur Passagiere befördern
  • Landschaft sehr kahl und detailarm
  • Ab und zu Performanceeinbrüche
  • Schiffe fahren durch Objekte
  • Steuerung gewöhnungsbedürftig
  • Keine Ampeln in Städten
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