Du übst gerade für die Fahrschule – Praxis oder Theorie? Dann dürfte diese Simulation, der City Car Driving Simulator, doch genau die Richtige für Dich sein. Erfüllt sie ihren Zweck und kann sie wirklich dazu genutzt werden, um für den Führerschein zu üben? Diese und weitere Fragen klären wir in unserem Review.

Im Spiel gibt es zwei verschiedene Fahrmodi. Darunter einen Karriere-Modus, der sehr einer Fahrschule gleicht und Aufgaben wie Anfahren, Einparken, Parcours und Stadt- und Landfahrt bewältigt werden müssen. Je nachdem, wie gut die Aufgaben gemeistert wurden, gibt es bis zu drei Sterne. Mit den verdienten Sternen können sich weitere Inhalte im Spiel wie Autos und Stadtviertel freigeschaltet werden. Ach ja, die Handbremse und das Anschnallen darf im Spiel nicht vergessen werden, sonst gibt es Punkteabzug – ein nettes Feature. Dann gibt es noch den Modus “Freies Spiel”. In ihm kann der Spieler machen und tun, was er möchte. Es können Zufallsvorkommen eingestellt werden, dass Ampeln ausfallen, Polizisten den Verkehr regeln, einer zum Überholen ausschert und dabei auf Deine Fahrbahn kommt und gefährliche Seitenwechsel anderer Verkehrsteilnehmer. Da es sich hier nicht nur um Autos dreht, sondern um den kompletten Verkehr, darunter auch Fußgänger, überqueren diese gerne mal Straßen an unerlaubten Stellen. Einige sind auch Vorbilder und nutzen, wie es sich gehört, den Zebrastreifen. Hier kann einem einfach alles passieren.

Schöne Nachteffekte.

Natürlich haben wir erst mal, um im freien Spiel weitere Inhalte freizuschalten, den Karriere-Modus begonnen. Hier lernt man viele Bereiche auf den zwei großen Maps kennen. Alles fängt an auf einem Übungsgelände, auf welchem diverse Hütchen je nach Aufgaben platziert sind. Aber auch Serpentinen sind dem Spiel nicht unbekannt, genau so wie Autobahnen und Überlandabschnitte. Am nervigsten sind natürlich die stätisch geprägten Bereiche. Viel Verkehr und viele (rote) Ampeln – der Verkehr lässt sich im Übrigen auch im freien Spiel je nach Wunsch des Spielers einstellen. Im Karriere-Modus ist so was selbstverständlich nicht möglich. Mit einem automatischen Getriebe lässt es sich deutlich angenehmer fahren, egal, ob Stadt oder Umland. Gut, dass es hier die Möglichkeit gibt, beide Getriebearten zu erlernen. Bei einigen Autos hat der Spieler die Wahl zwischen einem automatischen oder manuellen Getriebe. Jedoch bei einigen Autos lässt es sich auch nicht auswählen, da sie auch in der Wirklichkeit nur über eine Getriebeart verfügen.

Durch die freizuschaltenden Inhalte fahren wir sehr motiviert durch die verschiedenen Stadtteile. Dabei fällt uns auf, dass die Verkehrsregeln sehr realistisch sind. Jeder noch so kleine Fehler, der nicht passieren darf, wird vom Programm gemerkt und derjenige Spieler darauf hingewiesen. Auch die physikalischen Verhaltensweisen der Autos sind sehr realistisch. Bei jedem Fahrzeug sind Kupplung, Bremse und Gas sehr unterschiedlich, teilweise auch überempfindlich, vor allem bei Mods. Da sind wir auch schon beim nächsten Thema: Dem Steam-Workshop. Dank ihm können sich Hunderte weitere Fahrzeuge heruntergeladen und gefahren werden. Leider ist das Force-Feedback der Lenkräder mehr als unrealistisch. Hier denkt man, man würde noch ein Auto von den 80ern Jahren fahren – das keine Servolenkung hat. Die Stärke des Widerstands kann zwar eingestellt werden, jedoch ist dieser selbst in der geringsten Feedback-Einstellung immer noch deutlich zu stark. Ein Lenkrad empfehlen wir für das Spiel strengstens, da die Tastatursteuerung nicht gut und sehr ungenau ist.

 

Dieses Spiel kann durch viele weitere Mods erweitert werden.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Grafik. Sie ist zwar OK, aber nicht gut. Fürs Fahren reicht es jedoch vollkommen aus. Die (Fahrer-)Ansichten der Autos sind sehr schön. Alle wichtigen Anzeigen erfüllen im Spiel ihren Dienst überragend – anders als die schlechten und nicht-qualitativen Sounds der Autos. Die Übergänge sind sehr ungenau und die Motorengeräusche ändern sich teilweise bei demselben Auto. Viele Autos wurden des Weiteren mit den gleichen Sounds versehen. In beiden Modi wird man von diversen Wettereffekten begleitet. Auch Uhrzeiten und Jahreszeiten ändern sich fest im Karriere-Modus. Im freien Spiel hat der Spieler die Möglichkeit, dies selbst zu bestimmen, wann er in welcher Jahreszeit bei welchem Wetter fährt. Ist die Fahrbahn nass, wird die Fahrt anspruchsvoller – weniger Kontrolle über das Fahrzeug, es rutscht schneller (weg) und der Bremsweg verlängert sich; genauso, wie bei Schnee. Vorteilhaft gibt es für vielerlei Lenkräder Voreinstellungen, damit diese nicht vor dem Spielen extra eingestellt werden müssen. Wer andere oder ähnliche Einstellungen haben möchte, kann diese seinen Wünschen nach anpassen. Wer zu guter Letzt im Besitz von TrackIR ist, kann dieses Equipment im Spiel direkt nutzen.

Performance

Das Spiel hat einen sehr geringen Leistungsverbrauch und somit eine gute Performance. Durchschnittlich erreichten wir eine Framerate von bis zu 70 Bildern pro Sekunde. Wie bei jedem anderen Spiel auch kann es hier von PC zu PC (stärkere) Unterschiede geben.

Auch Polizisten können bei Ampelausfällen den Verkehr regeln.

Fazit

In diesem Spiel können Praxis und Theorie sehr gut gelernt werden. Dem Spiel ist die Straßenverkehrsordnung bekannt und macht den Fahrer auf Fehler aufmerksam – oder er fällt durch Prüfungen. Hier kann alles gelernt werden, egal ob Nachtfahrt, Überlandfahrt, Berg- oder Stadtfahrt. Man merkt jedoch sehr, dass der Fokus des Spiels auf die physikalischen Verhaltensweisen der Autos und den Vorkommnissen im Straßenverkehr gelegt wurde, da die Grafik und die Sounds im Spiel nicht ganz überzeugt haben.

Das Spiel können wir nicht nur Fahrschülern empfehlen, sondern auch anderen, die auf der Suche nach Abwechslung sind. Für “zwischendurch” ist das Spiel bestens geeignet. Wir empfehlen für dieses Spiel dringendst ein Lenkrad.

 

Fahre egal bei welcher Uhrzeit.

Pro & Kontra 

Pro 

  • Realistische Verkehrsregeln
  • Zwei Fahrmodi
  • (Langzeit-)Motivation durch freischaltbare Inhalte
  • Realistische Fahrphysik
  • Automatisches und manuelles Getriebe
  • Diverse Wettereffekte
  • Einstellen von Zufallsvorkommen
  • Unterstützung von TrackIR
  • Viele spannende und herausfordernde Aufgaben (Prüfungen)
  • Gute Performance
  • Für viele Lenkräder Voreinstellungen

Kontra

  • Keine überzeugende Grafik
  • Keine guten Sounds
  • Widerstand des Force-Feedbacks deutlich zu hoch
  • Tastatursteuerung sehr unpräzise
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Fahre egal bei welchem Wetter.

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Dennis Pitz
Zusammen mit Benjamin Zekavica habe ich GamesAry gegründet. Erfahrung zum Verfassen von redaktionellen und journalistischen Beiträgen konnte ich bei einer anderen - leider nicht mehr existierenden - präsenten Nachrichtenseite sammeln. Für GamesAry verfasse ich Beiträge auf unserer Internetseite und leite zudem noch die offizielle Facebook-Seite.