In unserem Interview auf der Gamescom war es das Ziel der Entwickler, diese Flugsimulation möglichst einfach zu halten. Besonders für (Flug-)Anfänger soll sie geeignet sein. Das haben wir geprüft. Ist das Fliegen im Simulator wirklich einfach und dabei doch noch möglichst realistisch?

Zum Start des Spiels wird man von einem schön gestalteten Menü mit einer schönen Oberfläche “begrüßt”. Dort besteht die Möglichkeit, Einstellungen vorzunehmen, sein eigenes (Piloten-)Profil anzusehen und das Spiel zu starten. Beim ersten Start muss sich ein Profil angelegt werden – später können dort Informationen wie Spiel- und Flugstunden abgerufen werden. Bis zu drei Profile können sich erstellt werden. Zu den bisher genannten Auswahlmöglichkeiten im Menü kann noch ein Tutorial gespielt werden. In dem informationsreichen Tutorial fliegt der Spieler mit einer kleinen Maschine, der Beechcraft Baron, ein Flugzeug von A nach B. Inbegriffen ist die Vorbereitung des Flugzeugs, das Taxi sowie der Start- und Landeanflug. Während des Fluges bekommt der Pilot Tipps und weitere hilfreiche Informationen, wann er was zu machen hat – auch außerhalb des Tutorials.

Langeweile dürfte es hier durch die vier verschiedenen Spielmodi nicht geben. Zur Auswahl stehen der Karriere-, Rundflug-, Zufallsflug- und Streckenauswahlmodus. Diese müssen jedoch zuerst mithilfe des integrierten Missionssystems freigeschaltet werden. Dieses System sorgt für eine Langzeitmotivation. Vor allem, weil in den ersten vier Leveln nur das kleinste von den zwei im Spiel enthaltenen Flugzeugen geflogen werden kann. Etwas deprimierend sind die langen Spielzeiten, die benötigt werden, um ein (oder mehrere) Level aufzusteigen. Da es leider nur zwei Flugzeuge im Spiel gibt, ist die Motivation, nachdem man den Airbus A320 freigeschaltet hat, nun nicht mehr so groß. Aber das Spiel heißt ja nicht umsonst “A320 Simulator”. Damit nicht von der Route abgewichen wird, sind in der Luft die Fluglinie und Trapeze dargestellt, die den Weg zum Zielflughafen zeigen.

Nachdem wir uns im Spiel eingefunden haben und ein paar Strecken geflogen sind, sind uns vielerlei Animationen auf den Flughäfen aufgefallen wie fahrende (Flughafen-)Fahrzeuge aufgefallen. Im Spiel sind immer wieder realistische Funksprüche zu hören wie “Ready for take off”. Das Pilotenalphabet (“Alfa three two zero”) ist dem Spiel jedenfalls bekannt. Auch Boardansagen von der Crew sind zu hören. Über eine Sprachausgabe besitzt das Flugzeug nicht. Besonders beim Landeanflug vermisst man die Stimmen (“three hundred, two hundred, one hundred, minimum, retard …”) im Cockpit. Der Landeanflug ist nicht – wie in Wirklichkeit – einfach. Deshalb ist hier besondere Konzentration gefragt. Setzt man falsch auf, muss der Landeanflug von vorne gestartet werden. Wurde der Landeanflug erfolgreich beendet, gibt es eine kleine Auswertung über die Landung. Besonders aus der Luft sieht man gut die Landschaft. Diese verfügt über jedoch keine hohe Auflösung. Auf fotorealistische Texturen wurde hier verzichtet. Die Flugphysik ist sehr realistisch und angenehm (zu steuern). Aber eine Frage haben wir da doch noch: Sind neun Flughäfen für ganz Europa nicht etwas wenig?

Kommen wir zum größten Problem des Flugsimulators. Der Spieler hat wenig bis keine Freiheiten, wann er was tun und machen möchte. Das Spiel gibt dem Spieler genauestens vor, wann er was zu machen hat – und das sind definitiv keine Empfehlungen. Angemessen wären hier Einstellungsmöglichkeiten, wo zwischen Pflicht und Empfehlung ausgewählt werden kann.

Performance

Die Performance ist deutlich im grünen Bereich. Selbst auf Flughäfen und beim Tiefflug kamen wir auf über 60 Bilder pro Sekunde. Das ist ein sehr gutes Ergebnis und deshalb ist das Spiel auch für ältere Computer geeignet.

Fazit

Die Simulation hält, was sie verspricht – aber mehr nicht. Sie ist bestens für (Flug-)Einsteiger geeignet. Hier wird Schritt für Schritt erklärt, wie man ein Flugzeug fliegt und dabei wird der Realistischkeitsgrad nicht vernachlässigt. Auch die Grafik und die Performance überzeugen. Schade am Spiel ist, dass es nur zwei verschiedene Flugzeuge gibt und der Spieler wenig bis keine Freiheiten hat, wann er was machen möchte.

Für den Preis bekommt man viel geboten – ein wirklich gutes Spiel kostet heutzutage deutlich mehr. Wir können für neue Fluginteressenten eine Kaufempfehlung aussprechen.

Pro & Kontra 

Pro 

  • Sehr einsteigerfreundlich
  • Informatives Tutorial
  • Zahlreiche Tipps und Hinweise
  • Gute Grafik
  • Gute Performance
  • Animierte Gegenstände
  • Level-System
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Realistische und angenehme Flugphysik
  • Schöne Spieloberfläche
  • Viele verschiedene Funksprüche und Ansagen

Kontra

  • Zwei Flugzeuge im Spiel enthalten
  • Spieler hat nur sehr wenige Freiheiten
  • Einige Cockpit-Sounds fehlen
  • Bei falscher Landeflug-Aufsetzung muss neu gelandet werden
  • Neun Flughäfen für ganz Europa
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Hiermit wurde das Review verfasst

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Dennis Pitz
Zusammen mit Benjamin Zekavica habe ich GamesAry gegründet. Erfahrung zum Verfassen von redaktionellen und journalistischen Beiträgen konnte ich bei einer anderen - leider nicht mehr existierenden - präsenten Nachrichtenseite sammeln. Für GamesAry verfasse ich Beiträge auf unserer Internetseite und leite zudem noch die offizielle Facebook-Seite.