Es ist eine der beliebtesten Strecken für den Train Simulator: „Im Köblitzer Bergland 3“. Jetzt kommt die Reloaded-Version, in der vieles verbessert und hinzugefügt wurde. Was hat sie zu bieten? Wir durften sie im Voraus testen!

Lieferumfang

Beiliegend zur Strecke sind verschiedene Zusatzmaterialien enthalten. Buchfahrpläne aller Streckenabschnitte geben Auskunft über die höchstzulässige Geschwindigkeit und die Lage der Betriebsstellen.

Neben den Buchfahrplänen liegt ein umfangreiches, 34 Seiten langes (!), Handbuch parat. Eine vielseitige Einführung in das Köblitzer Bergland gibt Auskunft über das, was sich in der „reloaded“-Version grundlegend verändert hat. Die ausgiebige Streckenbeschreibung gibt bekannt, was einem auf den Strecken erwartet und welche Besonderheiten es gibt. Dabei bleibt es aber nicht: Es wurde ein umfassendes Signalbuch inklusive Bilder aller Signalarten aus dem Train Simulator eingebunden.

Die Strecke

Auffallend an der Reloaded-Version sind die neuesten Signale des Signalteams sowie ein neues Obleitungssystem. Ebenso wurde die Strecke mit einer neuen und atemberaubende Vegetation versehen. Es wurde sehr kreativ gearbeitet und alles gut umgesetzt: schön gestaltete Radwege verlaufen direkt neben der idyllischen Bahnstrecke entlang. Hier zeigen sich auch noch frühere Spuren, wie eine integrierte Pension mit einer kleinen Bar im Bahnhof Mariental. Über ein exakt nachgestelltes Restaurant anschließend am Bahnhofsgebäude von „St. Rudolf“ waren wir sehr überrascht. Hier zeigt sich, wie viel Aufwand selbst in der ganzen Vegetation der Strecke steckt. Als Abwechslung trifft man während der Fahrt Schwimmbäder mit Badegästen und Rutschen oder sogar auch eine Kirmes mit funktionierenden Fahrgeschäften an. Sogleich sind auch verschiedene Flüsse und Bäche anzutreffen. Auch Obst- und Weinbaugebiete sind im Bergland vertreten. Dennoch gibt es nicht nur landwirtschaftliche sondern auch industrielle Bereiche, wie beispielsweise ein Steinkohlekraftwerk oder eine Chemiefabrik. Kleine Betriebswerke ermöglichen etwas mehr Abwechslung in Szenarien.

Der Bahnhof "Rinckenstadt"

Alle deutschen Signalarten sind im Köblitzer Bergland vertreten: vom Formsignal über’s H/V-Signal bis hin zu den modernsten Signalen: die Ks-Signale. An größeren Bahnhöfen sind Zusatzanzeiger wie ein Fahrtanzeiger und sogar ein funktionierendes Zp9 vorzufinden. An einigen Bahnhöfen sieht man noch Reste der alten Zeiten, wie am Bahnhof Wildau. Dort steht ein alter Lokschuppen des Eisenbahnvereins „Hosvenn“. Eine weitere Besonderheit sind die neu verbauten Bahnübergänge: Während sie auf den Regelstrecken automatisch schließen und der Zug den Bahnübergang ganz normal passieren kann, muss auf den beiden Museumsbahnen bei den nicht technisch gesicherten Bahnübergängen gepfiffen und gegebenenfalls bis auf Schrittgeschwindigkeit abgebremst werden. Zur „kleinen“ Sicherheit wurden einige von ihnen mit einem Fußgängerdrehkreuz ausgestattet. Auf den modernen Strecken sind die neueren Bahnübergänge mit modernen Lichtzeichen anzutreffen. Eine Anrufschranke mit einem wartenden Herren hat uns hier sehr überrascht.

Ein neuer Bahnübergang am Bahnhof "St. Rudolf Bach"

Besonders schön sind die Museumsbahnen. Sie verlaufen über hohe alte Brücken und an idyllisch gelegenen Örtchen vorbei. Auch einem Kloster mit einem davorstehenden Friedhof begegnet man. Hier kommen die alten Zeiten besonders zum Vorschein. Auf der kurvenreichen elektrifizierten Nebenbahn begegnet man alten Firmen, von denen die Gleise vollständig zugewuchert sind. Einige Bahnsteige im Köblitzer Bergland sind wundervoll mit Blumen gestaltet.

Die Museumsstrecke

Die Fahrzeuge

Neben den Strecken werden verschiedene Fahrzeuge mitgeliefert. German Railroads stellte die Baureihe 143, drei verschiedene Ausführungen der Köf II 323 sowie auch einen fahrbaren Steuerwagen, den Karlsruher Kopf, bereit. Damit die alten Standardloks aufgepeppt werden, stehen für sie ein Soundpack von TTB bereit.

Der mitgelieferte, fahrbare "Karlsruher Kopf"

Auch der Güterwagen „Omm 52“ ist im Add-On vorzufinden. Die Entwickler des Add-Ons erstellten für die Baureihe 143 viele verschiedene Repaints, wie beispielsweise „Köblitz Takt“, „St. Rudolf Bier“ oder „Köblitz Kraftwerk“. Natürlich werden zu den alten DR-Loks noch passende DR-Wagen beigeliefert.

Die Szenarien

An den Szenarien wurde mit viel Liebe am Detail gearbeitet. Sie wurden mit Bahnhofs- und Zugansagen ausgestattet. Auch die Zugzielanzeiger am Bahnhof fallen direkt auf – sie geben Auskunft über den Zug, wie beispielsweise das Fahrtziel, die Zwischenhalte und die Abfahrt. Ergänzt wird das Ganze durch Funksprüche zwischen des Fahrdienstleiters und dem Lokführer. Willst Du lieber im Nah-, Fern oder Güterverkehr aktiv sein? – kein Problem: alles ist „Im Köblitzer Bergland reloaded“ vertreten. Des Weiteren wurden alle Szenarien mit einer Menge an Zusätzen wie beispielsweise Krankenwagen, zusätzliche Leute und brennende Häuser (Feuerwehreinsatz), je nach Szenario, ausgestattet.

Funktionierende Zugzielanzeiger an Bahnhöfen

Der Sound

Letzteres darf man nicht den Sound der Strecke vergessen – im Gegenteil: er spielt sogar eine sehr wichtige Rolle. Während tagsüber die Hölle an Bahnhöfen los ist und dementsprechend viele Geräusche zu hören sind, ist nachtsüber Totenstille an Bahnhöfen. Auf dem Land ist tagsüber viel Vogelgetwitcher zu hören. Nachtsüber erwachen die Grillen und bringen so eine gemütliche Atmosphäre in das Spiel.

 

Ein großer Dank geht an Roman Glos, einer der Entwickler des Projekts, der uns das Add-on „Im Köblitzer Bergland reloaded“ vorzeitig zur Verfügung gestellt hat.

Pro & Kontra 

Pro 

  • Sehr schöne und detaillierte Vegetation
  • Höher Detailgrad
  • Abwechslungsreiche Strecken
  • Gute Szenarien
  • Schöne Umgebungssounds
  • Neueste Signale von Signalteam
  • Umfangreiches Handbuch (inkl. Streckenbeschreibung)
  • Gute Performance
  • Fahrbarer Steuerwagen dabei

Kontra

  • Alte Standardloks werden mitgeliefert
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