Sehnsüchtig wurde der Fernbussimulator von TML-Studios erwartet. Nun ist er erschienen. Das gesamte Konzept basiert auf der mehrfach ausgezeichneten „Unreal Engine 4“. Doch ist das Spiel empfehlenswert?

Lieferumfang und Veröffentlichung

Der Fernbussimulator wird über Steam vermarktet und ist als Box- und Downloadversion erhältlich. In der Downloadversion wird neben der Installation über Steam auch ein Handbuch mitgeliefert. Auf der Webseite von TML-Studios kann dir Tastaturbelegung des Spiels eingesehen werden.

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In der Boxversion wird neben dem Installationsdatenträger auch ein farbgedrucktes Handbuch, ein kleines Poster und ein Wendeblatt mit der Tastaturbelegung und der Deutschlandkarte mitgeliefert. Als Bonus ist ein 10% Rabattgutschein von Flixbus enthalten. Für das gesamte Material ziehen wir unseren Hut und geben dem Publisher Aerosoft einen riesen Pluspunkt für das Begleitmaterial.

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Hauptmenü und Interface

Das neue inkludierte Hauptmenü verfügt auch die Musik aus dem offiziellen Trailer. Das Menü ist recht übersichtlich und die Einstellungen sind sehr umfangreich, sodass man nach Belieben alles selber angepasst werden kann. Was uns aber sehr positiv überrascht hat, dass man während des Spieles auch die Grafikoptionen anpassen kann, ohne dass der Bildschirm plötzlich schwarz wird. Denn so war es bei den vorherigen Spielen von TML-Studios der Fall.

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Beim Starten einer Route muss man in der Deutschlandkarte eine Strecke auswählen, die man fahren möchte – schwieriger als gedacht. Beim Bestätigen der Route landet man im Fahroptionen-Panel. Dort kann man eine spezifische Uhrzeit mit dynamischem Wetter für seine Route anpassen. Des Weiteren kann man auch zwei verschiedene Schwierigkeitenmodi auswählen.

Was uns allerdings negativ aufgefallen ist, sind die Ladezeiten der ausgewählte Routen. Lange Wartezeiten sind – auch bei guten PCs – keine Seltenheit.

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Grafik und Performance

Seit zahlreichen Jahren entwickelt TML-Studios aus Erfurt Ihre Simulationsspiele auf Basis von Vision von Havok. Immer beklagt wurde die Performance – daher setzt TML ab sofort auf die neuen Game-Engine „Unreal Engine 4“, die laut TML für eine bessere Performance zuständig ist und das Spiel noch realistischer gestalten soll. In der Tat muss man sagen, dass dadurch die Grafik wirklich fantastisch geworden ist. Durch die gesamten Effekten und dem realistischen Flair fühlt man sich im Fahrerbereich und Umgebung recht wohl.

Da die Fahrstrecken und die gesamte Deutschlandkarte mit ausgewählten Städten umfangreich sind, werden natürlich sehr viele Objekte und Texturen geladen, sodass die Performance dadurch deutlich in den Keller geht. Auch beim Schwenken der Maus entstehen leider unschöne Linien.

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Fahrzeuge und Inhalt

Als Standardfahzeuge wurden ein MAN Lions City Coach und ein MAN Lions City Coach C bis in Details ausmodelliert. Diese Fahrzeuge wurden sehr realistisch nachgebaut. An den Haltestellen muss man aus dem Bus gehen und mit dem Smartphone die Fahrgäste einchecken. An Bord des Busses muss man Freigaben für W-Lan, WC, Toilette und Leselampen erteilen. Wenn man dies nicht tut, beschweren sich die Fahrgäste im Laufe der Fahrt. Des Weiteren kann man eine Ansage abspielen, die nochmal Zusatzpunkte am Ende gibt. Für diese besonderen Features gibt es von uns einen dicken Pluspunkt.

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Weitere Features

Während der Fahrt gibt es Radarkontrollen, die bei Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit auslösen und zu Minuspunkten führen. Auch gibt es Polizeikontrollen. Ein weiteres Highlight ist das Lenkverhalten. Dies wurde in dem Simulator so realistisch wie möglich nachgestellt. Der KI-Verkehr stockt leider sehr auf der Autobahn. Die Fahrgäste haben nun auch Stimmen und sprechen während des Check-ins mit dem Fahrer.

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Gut gelungen

Im Cockpit des original von MAN und Flixbus lizenzierten Busses gibt es viele bedienbare Elemente. Darunter müssen diverse Funktionen wie W-Lan, WC und Leselampen aktiviert werden. Leider haben diese jedoch keine Auswirkung auf die Fahrgäste. Die Map ist sehr groß und viele deutsche Städte wurden nachgebaut, die einen hohen Wiedererkennungswert haben. Nur Bus fahren wäre ja langweilig – deshalb haben die Entwickler einen Check-in nachgestellt. Der Spieler muss die Fahrscheine auf Richtigkeit kontrollieren. Aber aufgepasst: Es sind auch Fahrgäste dabei, die sich „geirrt“ haben und ein Ticket für eine andere Reise besitzen.

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Allerdings ist uns negativ aufgefallen, dass während der Fahrt leider zahlreiche Sträucher auf dem Weg waren. Natürlich kann man das nicht vermeiden, aber es sollte mal in einem Update verbessert werden. Auf den Routen begegnet man ab und an Polizeikontrollen, wo auf den Rastplatz gefahren werden muss. Doch leider ist die Polizeikontrolle nicht animiert und wird durch einen Zeitsprung überbrückt. Alle Sounds sind sehr schön, allerdings wurden viele aus dem City Bus Simulator New York entnommen. Die Sounds passen auch teilweise nicht zum dazugehörigen Fahrzeug. Die Fahrphysik des Busses ist größtenteils in Ordnung. Des Weiteren hat TML schon vor dem Release weitere Inhalte versprochen, die dann als DLC’s veröffentlicht werden. Unter anderem auch der Neoplan.

Das ist verbesserungswürdig

Als Busfahrer ist man oft auf Landstraßen oder Autobahnen unterwegs. Doch auch mit 100 Km/h hört man Vogelgezwitscher mitten auf der Autobahn. KI-Autos fahren auf den Autobahnen an einigen Stellen, meistens an Autobahnkreuzen, sehr, sehr langsam. Viele Kurven auf den Autobahnen sind etwas eng geworden, sodass ein deutliches Abbremsen erforderlich ist. Rastplätzen begegnet man nur selten. Leider wurden im Spiel auch die alten Personen von TML-Studios aus dem Jahre 2010 verwendet, die sich immer wieder wiederholen. Einige Städte, wie Köln und Düsseldorf, sind eigentlich sehr lebendig. Doch im Fernbus Simulator herrscht in den meisten Städten Leere. Es sind wenig Fußgänger und andere Aktionen in Städten zu sehen.

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Texturen laden teilweise, auch bei sehr geringen Einstellungen, sehr spät nach. Auch sind die Straßenmarkierungen an vielen Stellen erst viel zu spät erkennbar. Teilweise erscheinen diese erst fünf Meter vor dem Bus. Hat man kein Lenkrad, müssen wir leider sagen, dass die Tastatursteuerung etwas unpräzise ist. Apropos Lenkrad: Leider gibt es kein Force-Feedback. Die Streckenverhältnisse (Spiel – Realität) stimmen happenweise nicht überein. Es gibt leider auch kein wirklich ausführliches Tutorial. Ein Tutorial ist zwar vorhanden, aber gibt keine Einführung in das Spiel. Die Ampelsteuerungen sind destruktiv. Leider benötigt der Simulator viel Performance. Dementsprechend sind die Systemanforderungen auch relativ hoch.

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Pro & Kontra 

Pro 

  • Hervorragende Grafik und Effekte
  • Check-in via Ausdruck oder Smartphone
  • Reisebus ist sehr gut ausmodelliert
  • Authentisch Sounds und Texturen
  • Zahlreiche Sonderfeatures (Bordansagen..)
  • Sehr große befahrbare Karte
  • Physik ist größtenteils zufriedenstellend
  • Originalgetreue Städte
  • Polizeikontrollen auf der Autobahn
  • Zahlreiche weitere Features und Städte sollen folgen
  • Erstes Bus DLC „Neoplan“ wurde angekündigt
  • Radarkontrollen
  • Wunderschöne Landschaften
  • Dynamisches Wetter
  • Schnellanpassbare Einstellungen zur Grafik
  • Gute Veröffentlichung bei Aerosoft (Handbuch, Tastaturanleitung)
  • Übersichtliches Menü

Kontra

  • KI-Verkehr auf der Autobahn ist noch problematisch
  • Performance könnte besser werden
  • Texturen laden spät nach
  • Fehlerhaftes Schwenken der Maus (eine mittlere Linie entsteht)
  • Lenkung könnte besser werden (Tastatur)
  • Kein ausführliches Tutorial
  • Schlechte Absicherung des Spiels (Nach dem Beenden)
  • Wenige Rastplätze auf der Autobahn zum Ausruhen
  • Ampelphasen sind zu lang
  • Die Spiegeln sind fehlerhaft
  • Sträucher auf der Fahrbahn
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Mein Name ist Benjamin Zekavica und ich kümmere mich um die Planung des Gamesary Teams. Ich bin leidenschaftlicher Webentwickler. Außerdem schreibe ich sehr gerne Newsartikel und kümmere mich um alle technische Dinge (Website, Programmierung) etc.